Im Juli 2026 waren im Beherbergungsgewerbe in Berlin 4,3 Prozent weniger Personen tätig als im Juli 2025, in Brandenburg sogar 7,9 Prozent weniger[1]. Gleichzeitig ging der reale Umsatz der Beherbergungsbetriebe in Berlin um 11,5 Prozent und in Brandenburg um 8,6 Prozent zurück[1]. Das zeigen die aktuellen Monatsdaten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg.
Das gesamte Gastgewerbe liegt ebenfalls unter dem Vorjahr
Die Zahlen für die Beherbergung stehen nicht allein. Im gesamten Berliner Gastgewerbe lag die Zahl der Beschäftigten im Juli 2026 um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat, in Brandenburg um 0,9 Prozent[1]. Preisbereinigt sank der Umsatz des Gastgewerbes in Berlin um 10,7 Prozent und in Brandenburg um 9,3 Prozent[1]. Nominal fiel das Minus kleiner aus: in Berlin 4,3 Prozent, in Brandenburg 3,0 Prozent[1]. Der Abstand zwischen nominalem und realem Wert zeigt, dass ein Teil der Einnahmen nur durch höhere Preise gehalten wurde.
Was die Zahlen zeigen und was nicht
Die Statistik erfasst den Nettoumsatz ohne Mehrwertsteuer sowie sämtliche tätigen Personen in den Betrieben[1]. Gemeint sind also alle Beschäftigten, nicht nur das Housekeeping. Wie viele Zimmermädchen, Hausdamen oder Reinigungskräfte im Einzelnen weggefallen sind, lässt sich aus der Statistik nicht ablesen.
Außerdem hat das Amt zum Berichtsmonat Oktober 2025 die Stichprobe der meldepflichtigen Betriebe im Gastgewerbe durch eine neue ersetzt[1]. Vergleiche mit älteren Zeitreihen sollten Sie deshalb mit Vorsicht lesen.
Was das für die Personalplanung heißt
Für Housekeeping-Leitungen und Reinigungsfirmen ist die Richtung wichtiger als die einzelne Kommastelle. Weniger Umsatz bei weniger Personal kann zwei Dinge bedeuten: weniger belegte Zimmer, oder gleich viele Zimmer mit dünnerer Besetzung. Welcher Fall in Ihrem Haus gilt, sehen Sie nur in den eigenen Daten. Vergleichen Sie daher die gereinigten Zimmer pro Tag und die geleisteten Stunden mit dem Juli 2025.
Reinigungsfirmen, die nach Zimmern abrechnen, spüren einen Belegungsrückgang direkt im Umsatz. Wer Personal für die Herbstsaison plant, sollte die Zahlen mit den Hotelkunden besprechen, bevor Schichten fest zugesagt werden. Ob und wie sich Verträge anpassen lassen, prüfen Sie mit Ihrer Beratung.
ARPCLEAN-Einordnung
Was bedeutet das für Housekeeping?
Für Reinigungsfirmen
- Zimmermengen abgleichen: Vergleichen Sie die abgerechneten Zimmer pro Hotel mit dem Vorjahresmonat und planen Sie Schichten danach.
- Kunden ansprechen: Fragen Sie Ihre Hotelkunden in Berlin und Brandenburg nach der erwarteten Belegung für Herbst und Winter.
Für Hotels
- Besetzung prüfen: Rechnen Sie nach, wie viele Zimmer pro Kraft und Schicht heute anfallen und ob die Qualität darunter leidet.
- Kosten pro Zimmer: Prüfen Sie, wie sich ein Rückgang der Belegung auf Ihre Reinigungskosten pro belegtem Zimmer auswirkt.
Personal, Minuten pro Zimmer und Kosten pro Zimmer in einer Berechnung.
Kosten pro Zimmer berechnen →Quellen
- 1Umsatz und Beschäftigung im Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg, Juli 2026Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ·
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