Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat für August 2026 vorläufig 2.622.858 Übernachtungen in Berlin gemeldet[1]. Neu angekommen sind im selben Monat 1.043.245 Gäste[1]. Seit Jahresbeginn zeigt sich dabei eine Verschiebung: Gäste aus Deutschland kommen häufiger, Gäste aus dem Ausland seltener. Für Berliner Hotels und ihre Reinigungsfirmen ist das ein Hinweis für die Saisonplanung, aber keine Vorgabe für den eigenen Dienstplan.
Inland wächst, Ausland schwächelt
Im August stieg die Zahl der Inlandsgäste um 8,5 Prozent[1], ihre Übernachtungen nahmen um 4,6 Prozent zu[1]. Über die ersten acht Monate gerechnet liegt das Plus bei den Inlandsgästen bei 2,4 Prozent[1]. Anders das Auslandsgeschäft: Von Januar bis August kamen 4,2 Prozent weniger Gäste aus dem Ausland, deren Übernachtungen gingen um 6,3 Prozent zurück[1]. Weniger Nachfrage verzeichnet die Statistik unter anderem bei Gästen aus dem Vereinigten Königreich und aus den Vereinigten Staaten[1]. Zuwachs kam dagegen aus den Niederlanden, mit 3,9 Prozent mehr Gästen und 4,7 Prozent mehr Übernachtungen, insgesamt 539.340[1].
Seit Jahresbeginn summiert sich das auf rund 8,1 Millionen Gäste und 19 Millionen Übernachtungen[1]. Die Gästezahl hält damit das Niveau des Vorjahreszeitraums, die Übernachtungen liegen 2,6 Prozent darunter[1].
Was die Zahlen für das Housekeeping bedeuten
Ende August boten in Berlin 689 Betriebe ab 10 Betten zusammen 143.019 Betten an[1]. Von Januar bis August lag die Bettenauslastung bei 54,5 Prozent[1]. Gemeint ist die Auslastung der Betten, nicht der Zimmer. Ein Doppelzimmer mit einem Gast wird in dieser Rechnung anders erfasst als eines mit zwei Gästen.
Übernachtungen, zu reinigende Zimmer und Abreisezimmer sind drei verschiedene Größen. Eine Übernachtung zählt jede Person und jede Nacht. Für das Housekeeping zählt dagegen, wie viele Zimmer belegt sind und wie viele davon abreisen, denn ein Abreisezimmer braucht in der Regel mehr Zeit als eine Bleibereinigung. Wachsen die Gästezahlen schneller als die Übernachtungen, wie im August bei den Inlandsgästen, deutet das auf kürzere Aufenthalte hin. Kürzere Aufenthalte bedeuten bei gleicher Belegung tendenziell mehr Abreisen pro Tag.
Aus den Landeszahlen lässt sich jedoch kein Personalbedarf für ein einzelnes Haus ableiten. Lage, Zielgruppe und Veranstaltungen verteilen die Nachfrage ungleich über die Stadt. Prüfen Sie deshalb Ihre eigenen Daten aus dem Hotelsystem.
ARPCLEAN-Einordnung
Was bedeutet das für Housekeeping?
Für Hotels
- Eigene Abreisen prüfen: Vergleichen Sie Abreisen und belegte Zimmer im August mit dem Vorjahresmonat, statt die Berliner Übernachtungszahl zu übertragen.
- Gästemix beobachten: Prüfen Sie, ob sich bei mehr Inlandsgästen und weniger Auslandsgästen die Aufenthaltsdauer in Ihrem Haus verkürzt.
Für Reinigungsfirmen
- Planung abstimmen: Fragen Sie beim Hotel die erwarteten Abreisen pro Tag ab und richten Sie Schichten danach aus, nicht nach Stadtstatistiken.
Personal, Minuten pro Zimmer und Kosten pro Zimmer in einer Berechnung.
Kosten pro Zimmer berechnen →Quellen
- 1Tourismus in Berlin (vorläufige Ergebnisse), August 2026, monatlichAmt für Statistik Berlin-Brandenburg ·
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Fritz Schulz ist das Pseudonym der ARPCLEAN-Redaktion für deutschsprachige Meldungen. Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt, gegen die verlinkten Quellen geprüft und vor der Veröffentlichung von der Redaktion freigegeben. Hinweis auf einen Fehler? Schreiben Sie an [email protected].
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